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Schlecker schliesst jede zweite Filiale

Lediglich rund 13'500 Arbeitsplätze dürften bei Schlecker erhalten bleiben. (Bild: Keystone)

Der Pleite gegangene deutsche Drogerieriese Schlecker schliesst jede zweite Filiale und streicht rund die Hälfte der Arbeitsplätze. Ausgenommen von den Einschnitten bleibt zumindest vorerst die Tochte

Veröffentlicht am 29.02.2012

Die insolvente deutsche Drogeriekette Schlecker schliesst die Hälfte ihrer Filialen und streicht über 10'000 Arbeitsplätze. Das kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz in Frankfurt an.

«Das ist ein überlebensnotwendiger Einschnitt», sagte er. Insgesamt sollen lediglich rund 13'500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Momentan gehe er davon aus, dass 11'750 Beschäftigte in den Schlecker-Filialen vom Arbeitsplatzabbau betroffen sein.

Zudem sollen 3000 der bislang rund 6000 Geschäfte des Familienkonzerns aus dem schwäbischen Ehingen schliessen. Ausgenommen von den harten Einschnitten sei zunächst die Tochter Ihr Platz mit ihren rund 6000 Arbeitsplätzen und 650 Filialen.

Nun werde er Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite für eine schnelle Einigung führen. Ende März solle bereits das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Danach dürfe Schlecker nicht mit Verlusten weitergeführt werden. Sonst liessen sich auch keine möglichen Investoren finden, erklärte Geiwitz.

Schlecker hatte am 23. Januar beim Amtsgericht Ulm Insolvenz beantragt, kurz danach folgte die Tochter Ihr Platz. Derzeit arbeiten rund 32'000 Mitarbeiter im Konzern und seinen insgesamt rund 7000 Filialen. Die Schlecker-Auslandstöchter sind bislang nicht insolvent.

(rcv/sda)

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