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Skandal
Schluss mit Big Macs bei McDonald's in Peking

McDonald's in China: Der Gammelfleischskandal führt zu Einschränkungen.  Bloomberg

McDonald's bietet wegen dem Fleischskandal um den Zulieferer Husi in vielen chinesischen Filialen nur noch ein reduziertes Menü an. In Japan stoppte die Fastfoodkette alle Pouletimporte aus China.

Veröffentlicht am 28.07.2014

Nach dem Gammelfleischskandal bei einem McDonald's-Zulieferer in Shanghai müssen chinesische Fastfood-Fans in manchen Filialen auf Klassiker der Imbisskette verzichten. McDonald's hat das Fleisch des Produzenten aus dem Programm genommen.

In Peking waren am Montag in einem Schnellrestaurant im Stadtzentrum keine Poulet-, Rind- oder Schweinefleischburger mehr zu haben, sondern nur noch Fischgerichte. Schilder an den Kassen wiesen die Kunden auf das reduzierte Angebot hin. Auch in Shanghai gebe es derzeit weder Rind- noch Hühnerfleischprodukte, sagte ein Mitarbeiter des Lieferservices von McDonald's.

Reduziertes Menü bei McDonald's

«Wir bieten derzeit ein reduziertes Menü in unseren Restaurants an», teilte McDonald's am Montag mit. Das Netzwerk von Lieferanten werde ausgeweitet. «In einigen Restaurants werden wir im frühen August wieder die komplette Auswahl anbieten können. Bei anderen könnte es ein wenig länger dauern», hiess es weiter in der Mitteilung.

Wie viele Filialen in China von den Einschränkungen betroffen sind, war zunächst unklar. In China gibt es mehr als 2000 McDonald's-Filialen.

In Shanghai hatten die Behörden vor gut einer Woche eine Fabrik des McDonald's-Zulieferers Husi Food wegen Hygienebedenken geschlossen. In der Fabrik war abgelaufenes Fleisch mit frischem vermischt und an McDonald's und andere Fastfoodketten wie Kentucky Fried Chicken geliefert worden.

Ausserdem war Ware mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum umetikettiert worden. Inzwischen wurden in Zusammenhang mit dem Skandal fünf Menschen festgenommen.

Mutterkonzern belastet Husi Food

Auch der amerikanischen Mutterkonzern, der US-Lebensmittelproduzent OSI Group, belastet Husi Food. Der OSI Group liegen nach eigener Auskunft mittlerweile Erkenntnisse vor, dass Husi Qualitätsstandards nicht eingehalten habe.

Dies habe eine noch laufende interne Untersuchung ergeben, sagte OSI-Manager David McDonald am Montag vor Journalisten in Shanghai. Er kündigte zugleich durchgreifende Änderungen im China-Geschäft an. Dazu gehöre auch ein Austausch hochrangiger Führungskräfte.

Als Reaktion auf die Ereignisse stoppte der japanische Zweig von McDonald's in der vergangenen Woche alle Pouletimporte aus China. Auch in Hongkong setzte die Schnellimbisskette den Verkauf von Pouletprodukten vorerst aus.

(sda/gku)

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