Beim Baustoffkonzern Holcim hat Grossaktionär Thomas Schmidheiny seinen Anteil auf über 20 Prozent ausgebaut. Die Schweizerische Cement-Industrie-Aktiengesellschaft habe den Anteil durch Kauf zusätzlicher Aktien auf 20,108 Prozent ausgebaut, teilte Holcim mit.

Die Schwelle sei am 5. Oktober überschritten worden. Die Schweizerischen Cement-Industrie-Aktiengesellschaft halte nun 20,108 Prozent der Stimmrechte und des eingetragenen Aktienkapitals der Holcim Ltd hält. Dies entspreche 65'768'933 Namenaktien und Stimmrechten an der Holcim, schrieb die Beteiligungsgesellschaft weiter.

Schmidheiny war schon vorher grösster Einzelaktionär. Bis 2003 hatte er den Holcim-Konzern gar als Mehrheitsaktionär kontrolliert. Schmidheiny, dessen Familie bereits die Holcim-Vorläuferin Holderbank-Zement gegründet hatte, war zudem lange Jahre CEO (1978-2001) und Verwaltungsratspräsident (1984-2003) des Holcim-Konzerns.

Verurteilung wegen Insider-Handels

Allerdings gab er nach einer Verurteilung wegen Insider-Handels in Spanien 2003 diese beiden Ämter ab, blieb aber Mitglied des Verwaltungsrates. Schmidheinys Ruf hatte bereits vor der Verurteilung darunter gelitten, dass er von 1980 an bis zu ihrem Untergang 2001 dem Verwaltungsrat der Swissair angehört hatte.

Nach Schmidheinys Abtritt führte Holcim eine Einheitsaktie ein. Sein Anteil sank darauf 2003 von über 54 Prozent auf knapp über 27 Prozent. Er senkte in den Folgejahren seinen Anteil weiter. Zuletzt wurde für Thomas Schmidheiny ein Anteil von 18,19 Prozent gemeldet.

(rcv/sda/awp)

 

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