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Strategie
Schmolz + Bickenbach krempelt erneut um

Johannes Nonn: Der Firmenchef ist derzeit gefragt. (Bild: Keystone)

Der schweizerisch-deutsche Stahlkonzern gibt Pläne zur Neuausrichtung seines Geschäfts bekannt. Für Firmenchef Johannes Nonn ist klar: Es muss gespart werden.

Veröffentlicht am 10.06.2013

Der schweizerisch-deutsche Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach (S+B) richtet seine Geschäfte neu aus. Künftig will sich das Unternehmen stärker auf sein Kerngeschäft - die Produktion von Werkzeugstahl, rost-, säure- und hitzebeständigem Stahl sowie Edelbaustahl - konzentrieren.

Nähere Angaben zur neuen Strategie machte S+B im Communiqué nicht. Parallel zur Neuausrichtung wird die Führung des Konzerns an eine Management-Holding übertragen. Damit sollen Synergien zwischen den Einheiten realisiert werden.

Ausserdem leitet S+B ein Wachstums- und Ergebnisverbesserungsprogramm ein. Die definierten Massnahmen würden die von der neuen Konzernleitung bekanntgegebenen mittelfristigen Zielgrössen bestätigen. Der Betriebsgewinn (Ebitda) soll demnach bis 2016 auf über 300 Millionen Euro ansteigen und der Leverage (Ebitda/Nettoverschuldung) auf unter 2,5 verbessert werden.

Spannende Ausgangslage vor der GV

Im Zentrum des Interesses steht bei S+B weiterhin der Konflikt zwischen dem Unternehmen und den Hauptaktionären Schmolz+Bickenbach Beteiligungs GmbH KG (S+B KG) und der Beteiligungsgesellschaft Renova von Viktor Vekselberg. Dabei besteht unter anderem Uneinigkeit über die Höhe des Kapitalbedarfs des hoch verschuldeten Unternehmens.

S+B plant eine Kapitalerhöhung von rund 250 Millionen Euro Renova wiederum verlangt eine Kapitalerhöhung von 350 Millionen Euro.

Am 28. Juni soll die ordentliche Generalversammlung von Schmolz + Bickenbach für das Geschäftsjahr 2012 stattfinden.

(vst/chb/sda/awp)

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