Das Management von Schmolz + Bickenbach stellt den angeschlagenen Stahlbetrieb mit Sitz in Emmen neu auf. Zusammen mit der Unternehmensberatung Roland Berger durchleuchten der neue Chef Johannes Nonn und sein Finanzchef Hans-Jürgen Wiecha den gesamten Konzern. Die Berger-Berater sollen in erster Linieprüfen, wie die Schulden reduziert werden können. «Dabei ist auch der Verkauf von Firmenteilen nicht ausgeschlossen», sagt Nonn zur «Handelszeitung».

Insbesondere die weltweit rund 80 Vertriebsgesellschaften stehen im Fokus. Um die Massnahmen umzusetzen, braucht Nonn einen Mehrheitsbeschluss der Aktionäre. Dies sei der Grund, weshalb die für April geplante Generalversammlung auf Juni verschoben wurde. «Solche  Massnahmen kann man nicht vom Zaun brechen», sagt der seit Februar amtierende Chef.

Schweiz von Stellenabbau nicht betroffen

Für die nächsten drei bis vier Monate stehen Überlegungen über eine «mögliche Kapitalerhöhung mit einem finanzstarken oder strategischen Investor» und ein «gruppenweites Kostensenkungsprogramm» an. Dabei sei ein Personalabbau nicht auszuschliessen. Der Schweizer Standort ist davon vorerst nicht betroffen, versichert Nonn.

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