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Angriff
Schmolz + Bickenbach: Rückschlag für Vekselberg

Viktor Vekselberg: Der Investor erleidet im Kampf um Schmolz + Bickenbach einen Rückschlag. (Bild: Keystone)

Die Übernahmekommission hat entschieden, dass die Beteiligungsgesellschaft Renova rund um den russischen Investor Viktor Vekselberg den Eignern des Stahlkonzerns aus Emmenbrücke machen muss.

Veröffentlicht am 31.05.2013

Beim schweizerisch-deutschen Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach (S+B) ist eine weitere Entscheidung im Konflikt mit der russischen Beteiligungsgesellschaft Renova und dem deutschen Hauptaktionär Schmolz+Bickenbach GmbH & Co. KG (S+B KG) gefallen.

Die Übernahmekommission (UEK) hat das Gesuch für eine Befreiung der Angebotspflicht von Renova und der S+B KG abgewiesen. Dies teilte S+B mit. Gemäss dem Verwaltungsrat des Konzerns wollte Renova von der gesetzlichen Vorschrift befreit werden, beim Überschreiten der Beteiligungsschwelle von 33,3 Prozent an S+B allen Aktionären ein Kaufangebot unterbreiten zu müssen. Dies hätte es Renova ermöglicht, die Kontrolle bei S+B zu übernehmen, ohne die Publikumsaktionäre dafür zu entschädigen, hiess es.

Der Verwaltungsrat zeigte sich mit dem Urteil der UEK entsprechend zufrieden und überzeugt, dass «die Zukunft des Unternehmens mit neuen, verlässlichen Investoren, einer angemessenen Kapitalerhöhung und mit dem neuen Management sichergestellt ist». Unbestritten sei, dass das Unternehmen einen zusätzlichen Kapitalbedarf habe, schreibt S+B weiter. Der Verwaltungsrat plane daher eine Kapitalerhöhung von rund 250 Millionen Euro, heisst es in der Mitteilung. 

Vor gut einer Woche hatte S+B für das erste Quartal 2013 unerwartet gute Geschäftszahlen vorgelegt. Rein operativ gesehen kehrte der Stahlkocher und -verarbeiter, zu dem auch die einstige Swiss Steel gehört, in die schwarzen Zahlen zurück.

(muv/sda/awp)

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