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Quartal
Schmolz + Bickenbach sucht neues Kapital

Konzernchef Johannes Nonn: Gute Nachrichten. (Bild: Keystone)

Der hoch verschuldete Schweizer Stahlkonzern erzielte in den ersten drei Monaten ein schlechteres Resultat als im Vorjahr. Zudem prüft er eine Kapitalerhöhung.

Veröffentlicht am 22.05.2013

Mit 530 Tausend Tonnen Stahl lag der Absatz von Schmolz + Bickenbach im ersten Quartal 13 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück, aber dennoch knapp 20 Prozent höher als im Vorquartal, wie aus dem am Mittwoch verschickten Communiqué hervorgeht. Der Umsatz belief sich auf 867,4 Millionen Euro - er fiel damit rund 15 Prozent tiefer aus als 2012 und knapp 12 Prozent über dem Vorquartal.

Auf operativer Ebene schrieb Schmolz+Bickenbach wieder schwarze Zahlen, vor Steuern und Abschreibung betrug der Gewinn (Ebitda) 46,6 Millionen Euro. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 7,7 Millionen Euro. Grund dafür sind gestiegene Finanzaufwendungen, in denen auch einmalige Kosten enthalten seien.

Volle Entfaltung

Erste Wirkung zeigten dagegen die im vergangenen Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen, mit welchen Personal- und andere Kosten reduziert werden sollen. Im ersten Quartal sei der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr denn auch um 7,3 Prozent gesunken. Das Kostensenkungsprogramm werde sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte voll entfalten, so Schmolz + Bickenbach.

Im Zusammenhang mit der umstrittenen Rekapitalisierung des Unternehmens gab der Verwaltungsrat von Schmolz + Bickenbach nun auch bekannt, eine Kapitalerhöhung in einer Grössenordnung von rund 300 Millionen Franken zu prüfen. Im Vorfeld der Generalversammlung vom Juni sind sich die Grossaktionäre nicht einig, wie dem Kapitalbedarf von Schmolz + Bickenbach begegnet werden soll.

(se/rcv/awp)

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