Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat im ersten Semester 2014 einen Umsatzrückgang um 0,6 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro verzeichnet. Der bereinigte Ebitda stieg um 45 Prozent auf 139,4 Millionen, der Ebit verbesserte sich gar um 152 Prozent auf 76,5 Millionen zu. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 35,2 Millionen nach einem Verlust vom 18,9 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.

Der Absatz stieg in der Berichtsperiode um 7,1 Prozent auf 1'138 Kilotonnen. Der im Gegensatz zum Absatz entstandene Umsatzrückgang erklärt sich im Wesentlichen mit den gesunkenen Schrottpreisen und dem anhaltenden Preisdruck bei den Basispreisen, schreibt das Unternehmen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres sei jedoch wieder ein deutlicher Anstieg der Legierungspreise, hauptsächlich beim Nickel, zu verzeichnen.

Geringerer Finanzaufwand

Mit den Zahlen liegt der Stahlkonzern beim Umsatz leicht unter, bei Ebitda und Reingewinn jedoch über den Erwartungen der Analysten. Die Finanzexperten gingen laut dem AWP-Konsens von einem Umsatz von 1,75 Milliarden Euro, einem Ebitda von 134,9 Millionen Euro und einem Reingewinn von 26,4 Millionen Euro aus.

Positiv wirkte sich auch ein geringerer Finanzaufwand aus. Dieser konnte infolge des Schuldenabbaus durch die im vierten Quartal 2013 zugeflossenen Mittel aus der Kapitalerhöhung sowie verbesserter Zinskonditionen mit 24,3 Millionen Euro fast halbiert werden (VJ 45,0 Millionen).

Für das Gesamtjahr rechnet der Stahlhersteller bei den Absatzmengen weiter mit einem Anstieg zwischen 2 und 5 Prozent. Die Aussage, dass dies auch für den Umsatz gelte, wurde jedoch nicht wiederholt. Der im zweiten Quartal 2014 erreichte Auftragsbestand von 539 Kilotonnen werde dem Unternehmen eine gute Auslastung im dritten und zu Beginn des vierten Quartals 2014 sichern.

(awp/dbe/ama)