«Dem Verwaltungsrat der Schmolz+Bickenbach AG liegen keine Informationen über bevorstehende Übernahmeversuche durch Finanzinvestoren vor», sagt Hans-Peter Zehnder, Verwaltungsratspräsident des deutsch-schweizerischen Stahlherstellers Schmolz+Bickenbach (S+B), der «SonntagsZeitung».

Auch beim Hauptaktionär des börsennotierten Konzerns, der rund 43 Prozent der Aktien hält, erwarte er keine Veränderungen. Dass einschneidende Veränderungen bevorstehen, läge angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage von S+B auf der Hand, heisst es weiter. Dies sei auch der Grund, weshalb der Stahlhersteller in die Gerüchteküche geraten ist.

«Wir sind in ständigem Kontakt mit den kreditgebenden Banken und prüfen sämtliche Optionen», wird Zehnder zitiert. Die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung mag er nicht ausschliessen. Verkaufsabsichten hingegen bestünden nicht, stellte Zehnder klar.

Am Mittwoch hatte das deutsche «Handelsblatt» geschrieben, Beteiligungsgesellschaften wie Triton und Apollo würden eine Übernahme des angeschlagenen Unternehmens prüfen. Die Aktie schoss bei Handelsbeginn am Donnerstag an der Schweizer Börse um über 20 Prozent nach oben. Zum Wochenende notierte der Titel noch immer mit über 10 Prozent im Plus.

Anzeige

(vst)