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Kapitalspritze
Schmolz+Bickenbach: Frontal gegen Vekselberg

Viktor Vekselberg: Die Kapitalerhöhungspläne seiner Renova finden bisher kein Gehör. (Bild: Keystone)

Die Spitze von Schmolz+Bickenbach lehnt die Pläne von Viktor Vekselbergs Renova ab - er will eine Kapitalerhöhung um bis zu 350 Millionen Euro durchführen.

Veröffentlicht am 03.05.2013

Der Verwaltungsrat von Schmolz+Bickenbach (S+B) lehnt die Pläne der Hauptaktionärin und der Beteiligungsgesellschaft Renova für eine Kapitalerhöhung um bis zu 350 Millionen Euro ab. Das Aufsichtsgremium habe entschieden, die von der Gruppe Renova/Schmolz+Bickenbach GmbH & Co. KG geforderte ausserordentliche Generalversammlung nicht einzuberufen, und deren Vorschläge der ordentlichen GV vom 28. Juni zur Beschlussfassung vorzulegen, wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilt.

In einer Stellungnahme geht der VR davon aus, dass zur angestrebten Stärkung der Bilanz der Gesellschaft eine deutlich weniger umfangreiche Kapitalerhöhung nötig ist, welche auch zu einer weitaus geringeren Verwässerung der bisherigen Aktionäre führen würde. Diese Beurteilung basiere unter anderem auf der Analyse eines unabhängigen Beraters und sei konsistent mit der im März unterzeichneten Vereinbarung mit den kreditgebenden Banken, heisst es weiter.

Wie bereits bekannt, habe die deutsche Schmolz + Bickenbach GmbH mit der Beteiligungsgesellschaft Renova des Investors Vikor Vekselberg eine Exklusiv-Vereinbarung getroffen. Dabei sei eine an Bedingungen geknüpfte Beteiligung von Renova an der vorgesehenen Kapitalerhöhung von S+B vorgesehen, wobei sämtliche neu auszugebenden Aktien vorweg gezeichnet und alle nicht ausgeübten Bezugsrechte überommen werden sollen.

Früheren Angaben zufolge kontrolliert die S+B GmbH rund 40% der Anteile des an der SIX Exchange kotierten Stahlherstellers.

(chb/aho/awp)

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