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Schmolz+Bickenbach: Pieper meldet Interesse an

Michael Pieper: Der Investor will den Stahlkonzern wieder auf Kurs bringen. (Bild: Keystone)

Der Streit zwischen den Aktionären und dem Verwaltungsrat von Schmolz + Bickenbach hält an. Derweil meldet ein namhafter Investor Interesse am Stahlkonzern an.

Veröffentlicht am 21.06.2013

Der Grossinvestor Michael Pieper will beim schweizerisch-deutschen Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach einsteigen. Über seine Beteiligungsgesellschaft Artemis legte er den Gründerfamilien bereits ein Angebot für eine Minderheitsbeteiligung vor. Diese gingen allerdings nicht auf die Offerte ein. Die Frist lief am Donnerstag ab.

Dennoch bleibt Pieper an einer Beteiligung interessiert, wie Artemis mitteilte. Man werde nun den Ausgang der Generalversammlung abwarten, die am 28. Juni stattfindet. Artemis will nach eigenen Angaben zu einem «Ankeraktionär» neben den Gründerfamilien werden. Zum Anteil, den sie anstrebt, machte die Gesellschaft auf Anfrage keine näheren Angaben.

Bei Schmolz+Bickenbach, zu der auch die einstige Swiss Steel gehört, tobt gegenwärtig ein Machtkampf: Die Gesellschaft der Unternehmensgründer, die deutsche Schmolz+Bickenbach KG (S+B KG), will den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg und dessen Investmentgesellschaft Renova ins Boot holen. Dem widersetzt sich der Verwaltungsrat. Er schlägt andere Grossaktionäre vor, welche die Gründerfamilien jedoch ablehnen.

Gleichzeitig streiten sich die Hauptaktionärin und der Verwaltungsrat über eine geplante Kapitalerhöhung. S+B KG will die Eigenmittel um 434 Millionen Franken erhöhen, was dem Verwaltungsrat zu weit geht. Aus betrieblicher Sicht sei eine so grosse Erhöhung unnötig und für die Aktionäre allzu belastend. Stattdessen schlägt er eine Erhöhung um 330 Millionen Franken vor.

(muv/chb/sda)

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