Schmolz + Bickenbach treibt die Restrukturierung seines Distributionsgeschäfts voran. Der Stahlkonzern stellt die Hälfte der Sparte zum Verkauf. Zum Verkauf stehen die Distributionsgesellschaften in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich, wie Schmolz + Bickenbach am Dienstag bekanntgab.

Die Einheiten beschäftigen zusammen rund 1000 Mitarbeitende und generierten 2013 einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro; das ist mehr als die Hälfte der Erlöse der Sparte Distribution, die sich vergangenes Jahr auf 1,16 Milliarden beliefen. Insgesamt nahm Schmolz + Bickenbach 3,28 Mrd ein. Gegenwärtig unterhält der Konzern nach eigenen Angaben 85 Distributionsstandorte in 35 Ländern. Den Verkauf der deutschen Ländergesellschaft hatte er schon früher als Möglichkeit ins Spiel gebracht.

Viktor Vekselberg gewann Machtkampf 

Schmolz + Bickenbach kämpft mit den sinkenden Stahlpreisen und roten Zahlen. Vergangenes Jahr sicherte sich der russische Milliardär Viktor Vekselberg nach einem aufsehenerregenden Machtkampf die Kontrolle über den Stahlkonzern.

Bis um 11.15 Uhr steigen die Aktien von Schmolz+Bickenbach um 0,8 Prozent auf 1.28 Franken. Der breite Gesamtmarkt (SPI) legt derweil um 0,91 Prozent zu. Bei der Bank Vontobel heisst es, die Ankündigung sei allgemein erwartet worden und stelle damit keine grosse Überraschung dar. Dass sich nun aber endlich etwas tue, sei als leicht positiv zu werten. Der Verkauf von nicht-strategischen Geschäften mit Dritten sei sehr willkommen und helfe sowohl den Margen sowie bei der Kapitalintensität.

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(awp/vst/sim)