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Schmolz+Bickenbach plötzlich heiss begehrt

Johannes Nonn: Der S+B-Firmenchef an der Bilanz-Medienkonferenz. (Bild: Keystone)

Der Chef des grössten Schweizer Autoimporteurs Amag, Martin Haefner, kauft fleissig Aktien von Schmolz+Bickenbach. Auch eine Privatbank hat die Titel für sich entdeckt.

Veröffentlicht am 10.10.2013

Martin Haefner, Chef des grössten Schweizer Autoimporteurs Amag, wird drittwichtigster Aktionär bei Schmolz+Bickenbach. Im Rahmen der Ende September genehmigten Kapitalerhöhung des Stahlkonzerns erhöhte er seinen Anteil auf 11 Prozent, wie aus einer Pflichtmeldung der SIX Swiss Exchange hervorgeht.

Das Paket hat derzeit einen Wert von rund 100 Millionen Franken. Eine grössere Beteiligung an Schmolz+Bickenbach halten nur die Gründerfamilie mit 15,2 Prozent und Renova, die Beteiligungsgesellschaft von Viktor Vekselberg, mit 25,5 Prozent. Die beiden Parteien sind durch einen Aktionärsbindungsvertrag liiert.

Büttiker kämpft um Anteile

Die Schweizer Börse SIX hat heute durch eine Offenlegungsmeldung auch bekannt gemacht, dass sich die Zürcher Privatbank Vontobel während der Kapitalerhöhung der letzten Tage mit 3,89 Prozent an Schmolz+Bickenbach beteiligte. Es wird vermutet, dass die Bank auf eine von Deckungskäufen begleitete Kurserholung setzt, wie sie kurz vor dem Ende von Kapitalerhöhungen oft zu beobachten ist.

Der frühere Verwaltungsrat Gerold Büttiker, der sich im Machtkampf um den Stahlkonzern gegen das Vorgehen der Gründerfamilie gewehrt hatte, hält über seine Gebuka nur noch 2,82 Prozent am Unternehmen. Zuvor war er mit 6 Prozent beteiligt gewesen. Büttiker erhebt jedoch aufgrund eines Vorkaufsrechtes Anspruch auf ein zusätzliches Aktienpaket im Umfang von 4,83 Prozent. Die Frage, inwiefern dieser Anspruch besteht, ist Gegenstand eines laufenden juristischen Verfahrens.

(sda/chb/vst)

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