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Machtkampf
Schmolz+Bickenbach trotz Krise gut aufgestellt

Schmolz + Bickenbach in Emmenbrücke: Der Konzern geht durch wilde Zeiten. (Bild: Keystone)

Bei Schmolz+Bickenbach werden neue Investoren gesucht. Die Gespräche laufen noch. Hinter dem Rücken des Verwaltungsrats spielt auch die Beteiligungsgesellschaft von Viktor Vekselberg eine Rolle.

Veröffentlicht am 03.05.2013

Trotz Machtkampf und Schuldenberg: Teilverkäufe stehen für den Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach nicht zur Diskussion. «Priorität haben für uns operative Verbesserungen», sagt Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Zehnder im Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung».

Der Standort Emmenbrücke LU sei sehr gut aufgestellt. Die Hausaufgaben seien laufend gemacht worden. Auch bei den weltweiten Vertriebsgesellschaften würden Teil-Verkäufe nicht im Vordergrund stehen.

Schmolz und Bickenbach ist hochverschuldet und will seine Kapitalstruktur stärken. Hierzu werden Gespräche mit Investoren gesucht. Noch sei der Investorensuch-Prozess im Gang, so Zehnder im Interview.

Machtkampf hinter den Kulissen

Der Hauptaktionärin des Konzerns, die Düsseldorfer Schmolz+Bickenbach GmbH & CO. KG, hat sich offenbar hinter dem Rücken des Verwaltungsrats mit Renova, der Beteiligungsgesellschaft des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg, zusammengetan, was den Machtkampf zusätzlich verschärft.

Die Hauptaktionärin hat inzwischen auch die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung gefordert und will vier eigene Vertreter in den Verwaltungsrat wählen lassen.

Zu seiner eigenen Zukunft beim Konzern äussert sich Zehnder nicht konkret. Der Hauptaktionär des Konzerns fordert an der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung am 28. Juni Zehnders Nicht-Wiederwahl. «Jeder Hauptaktionär wird bei der Wahl des VR-Präsidenten berechtigterweise ein gewichtiges Wort haben», sagt dazu Zehnder.

Ob er bleibt oder nicht, wird deshalb auch davon abhängen, wer beim Konzern das Sagen hat. Er selbst habe in seiner eigenen Firma, der Zehnder Group, genug zu tun. «Wenn es für Schmolz+Bickenbach nützlich wäre, würde ich mir eine zweite Amtszeit überlegen», sagt er.

(tke/aho/sda)

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