Die mit Problemen kämpfende Rabattcoupon-Plattform Groupon bekommt eine Finanzspritze von 250 Millionen Dollar und lotet eine engere Kooperation mit dem Kabel- und Medienriesen Comcast aus. Das Geld kommt von der Investmentfirma Atairos Management des früheren Comcast-Finanzchefs Michael Angelakis, wie Groupon am Montag mitteilte. Er zieht auch in den Verwaltungsrat von Groupon ein, der die Strategie des Unternehmens mitbestimmt.

Die Finanzspritze solle für allgemeine Zwecke inklusive Aktienrückkäufen eingesetzt werden, erklärte Groupon. Atairos bekommt dafür Schuldpapiere, die zum Jahr 2022 in Groupon-Anteile zu einem Preis von 4,50 Dollar je Aktie umgewandelt werden können. Comcast, zu dem der TV- und Film-Konzern NBC Universal gehört, prüfe strategische Partnerschaften mit Groupon, hiess es ohne weitere Details.

Absturz an der Börse

Die seit Jahren schwächelnde Aktie rückte am Montag um über neun Prozent auf 4,29 Dollar vor. Beim Börsengang im Herbst 2011 lag der Ausgabepreis noch bei 20 Dollar. Bei Groupon können Restaurants, Dienstleister und andere Geschäfte Rabatt-Coupons anbieten, um Kunden zu werben. Ausserdem verkauft Groupon selbst Waren mit Preis-Abschlägen. Die Firma wuchs in den ersten Jahren rasant, doch die überhastete internationale Expansion sorgte danach für hohe Verluste, die bis zuletzt weitergingen.

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(awp/mbü)