Das US-Schnäppchenportal Groupon hat vor Sonderkosten erstmals einen Gewinn erzielt. Dabei profitierte der Branchenprimus von seiner Zurückhaltung bei den Ausgaben für Marketingaktionen.

Im ersten Quartal betrug der Überschuss - bereinigt um Ausgaben - wie aktienbasierte Vergütungen - zwei Cent je Aktie, wie Groupon bekanntgab. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 41 Cent je Anteilsschein zu Buche geschlagen. Ohne diese Ausklammerung resultierte von Januar bis März ein Verlust von 11,7 Millionen Dollar. Im Vergleichsquartal 2011, also noch vor dem Börsengang, hatte Groupon einen Verlust von 146,5 Millionen Dollar gemeldet.

An der Börse kam der Geschäftsbericht sehr gut an. Die Groupon-Aktie legte nachbörslich mehr als zwölf Prozent zu. Bereits während des Handels war das Papier um mehr als 18 Prozent gestiegen - grösster Tagesgewinn seit dem Börsengang im November. Wegen Zweifeln am Geschäftskonzept und Bilanzierungsproblemen hat Groupon in diesem Jahr etwa die Hälfte seines Marktwertes eingebüsst.

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Vor allem der Umsatz von 559,3 Millionen Dollar übertraf die Erwartungen der Analysten, das Ergebnis entsprach einem Zuwachs von 89 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Groupon habe ein Rekordquartal hinter sich, sagte Firmenchef Andrew Mason.

Groupon verfügt nach eigenen Angaben nun über 36,9 Millionen aktive Kunden. Mehr als 100'000 Einzelhändler haben im ersten Quartal mit dem von Andrew Mason gegründeten Unternehmen zusammengearbeitet.

Der Umsatz verdoppelte sich auf Jahressicht nahezu auf 559 Millionen Dollar. Experten rechnen damit, dass Groupon künftig stärkerer Konkurrenz ausgesetzt sein wird. Amazon, Google und LivingSocial sind ebenfalls auf dem Markt aktiv.

(vst/laf/sda)