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Lohnpolitik
Schneider-Ammann kritisiert Boni der Credit Suisse

Johann Schneider-Ammann: Will keinen Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer. Keystone

Johann Schneider-Ammann nennt zu hohe Boni «eine Dummheit». Er mahnt konkret die Credit Suisse.

Veröffentlicht am 23.04.2017

Bundesrat Johann Schneider-Ammann warnt an die Adresse der CS-Chefs, trotz Milliardenverlust hohe Boni zu beanspruchen. In einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» findet Schneider-Ammann ungewohnte Worte und nennt zu hohe Boni eine «Dummheit, die nichts mit dem Markt zu tun« habe und «eine Rücksichtslosigkeit, die sich früher oder später bei den sozialpartnerschaftlichen Auseinandersetzungen rächen wird».

Der Wirtschaftsminister spricht sich zudem gegen einen Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer aus. An der nationalen Konferenz zu älteren Arbeitnehmern will Schneider-Ammann am kommenden Dienstag aber an den Goodwill der Arbeitgeber appellieren: «Wenn wir jetzt an einem Tisch sitzen und miteinander sprechen, so findet vielleicht ein Umdenken statt.»

Devisenberg der SNB

Neben Lohnexzessen und der Sozialpartnerschaft bereite dem Wirtschaftsminister obendrein der wachsende Devisenberg der Schweizerischen Nationalbank gewisse Sorgen. Die Frage sei, was mit dem Gewinn der Nationalbank gemacht werde: «Dieser Diskussion müssen wir uns stellen», betonte Schneider-Ammann in dem Interview.

(me)

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