Für die Süchtigen haben die Produzenten neuen Stoff bereitgestellt. Der begehrte Nachschub kommt als vierte Staffel der Fantasy-Serie «Game of Thrones» daher. Auch die Fans der vielfach ausgezeichneten US-Politserie «House of Cards» freuen sich, seit die zweite Staffel verfügbar ist.

Solche Formate schaffen nicht nur eine wachsende Fangemeinde und bescheren den Anbietern kommerziellen Erfolg. Sie haben auch das Fernsehverhalten neu definiert. Viele Menschen wollen nicht mehr warten, bis die nächste Serienfolge im TV läuft, es gilt das Hier-und-Jetzt-Prinzip. Wer eine Serie gucken will, schaut gerne gleich mehrere Staffeln auf einmal. Richtige Serienjunkies hängen am liebsten nächtelang vor der Glotze. TV-Serien werden so zu einem Event im Wohnzimmer. Die Fachleute haben für das Verhalten einen Fachbegriff erfunden: «Binge Watching», was so viel wie Koma-Glotzen bedeutet.

Die Netflix-Party in Zürich

Das hat Folgen. Die Videothek um die Ecke hat längst dichtgemacht. Die Kinobetreiber machen sich derweil Mut, dass der mediale Wandel für sie nicht so schlimme Folgen haben wird. Anbieter wie Swisscom un Cablecom müssen sich anpassen. Und etablierte TV-Sender verlieren immer mehr Exklusivität. Ein wichtiger Grund für den Wandel sind Anbieter wie das US-Unternehmen Netflix. Die Firma hat es geschafft, den Markt für Filme und TV-Serien umzukrempeln.

Nun kommt Netflix auch in die Schweiz. Bald geht es los, jedenfalls hat das Unternehmen für den 18. September zu einer Party in Zürich geladen. Das wird den Markt auch hierzulande durchrütteln.

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