Der Schokolade-Hersteller Barry Callebaut hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 in einem rückläufigen Markt die verkauften Volumen gesteigert. Die Verkaufsmenge stieg in der Berichtsperiode von September bis Mai um 2,5 Prozent auf 1,32 Mio Tonnen, wie der weltgrösste Schokoladenhersteller mitteilte. Derweil verzeichnete der globale Schokoladenmarkt in dieser Periode gemäss Branchen-Zahlen (Nielsen) einen Rückgang der Volumen um 2,1 Prozent.

Der Umsatz wuchs unter anderem infolge höherer Kakaobohnenpreise und eines vorteilhafteren Produktmixes deutlich stärker, und zwar um 7,6 Prozent auf 4,64 Miliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Wachstums sogar 12 Prozent.

Schätzungen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) sowohl beim Umsatz als auch beim Volumen in Tonnen ziemlich genau getroffen. Analysten hatten ein Volumen von 1'321 Tonnen (+2,6 Prozent) und einen Umsatz von 4,64 Miliarden Franken veranschlagt.

Konzernchef Jürgen Steinemann, der Ende September als CEO zurücktreten wird, zeigt sich in der Mitteilung über das Erreichte erfreut. Barry Callebaut habe sich erneut besser entwickelt als der Gesamtmarkt, der derzeit von Preiserhöhungen von Konsumprodukten und der sich weltweit schleppenden Konjunkturentwicklung geprägt ist. Das Unternehmen sei im Schokoladengeschäft in allen Marktregionen gut gewachsen, wobei das Outsourcing, die Emerging Markets und der Bereich Gourmet- & Spezialitätenprodukte zu den Wachstumstreibern zählten.

Noch schnelleres Wachstum

Im Ausblick rechnet Steinemann nach wie vor damit, dass sich das Volumenwachstum im vierten Quartal beschleunigen dürfte. «Wir werden weiterhin aufmerksam durch den herausfordernden Kakaomarkt navigieren», so der CEO. Ausserdem bekräftigt Barry Callebaut die mittelfristigen Ziele. Vorbehältlich negativer Währungsumrechnungseffekte soll ein durchschnittlicher jährlicher Anstieg der Verkaufsmenge von 6-8 Prozent und eine Steigerung des EBIT pro Tonne bis 2015/16 auf das Niveau vor der Akquisition von Petra Foods (256 Franken pro Tonne) erzielt werden.

(awp/mbü/ama)

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