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Verfahren
Schon wieder bekennt sich ein Ex-Banker schuldig

Grossbank UBS: Vergangenheitsbewältigung geht weiter.   Keystone

In Florida hat sich der Ex-UBS-Topbanker Hansruedi Schumacher schuldig bekannt, bei der Steuervermeidung geholfen zu haben. Dank der Kooperation mit den Behörden wird eine Bewährungsstrafe erwartet.

Veröffentlicht am 04.04.2015

Der ehemalige UBS-Topbanker Hansruedi Schumacher hat sich schuldig bekannt, US-Kunden bei der Steuervermeidung in Millionenhöhe geholfen zu haben. Er deponierte sein Schuldeingeständnis beim zuständigen Gericht in Florida. Schumacher war Hauptzeuge im Prozess gegen Raoul Weil.

Schumacher habe sich schuldig bekannt, zwei US-Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben, sagte sein Anwalt Peter Raben am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es gehe um Kundengelder von mehr als sieben Millionen Dollar. Raben bestätigte entsprechende Informationen der Westschweizer Zeitung «Tribune de Genève».

Fünf Jahre auf Bewährung und hohe Busse

Laut Raben kooperiert Schumacher mit den US-Behörden. Im Gegenzug wird die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von fünf Jahren und eine Busse von 150'000 Dollar empfehlen.

Schumacher war bis 2002 Amerika-Chef der UBS und dann in führender Position für die mittlerweile nicht mehr existierende Neue Zürcher Bank (NZB) tätig.

Zeuge im Prozess gegen Raoul Weil

Vergangenen Herbst war Schumacher einer der Hauptzeugen im Prozess gegen den ehemaligen UBS-Manager Raoul Weil. Dieser wurde schliesslich vor dem Bundesgericht in Fort Lauderdale ( Florida) vom Vorwurf der Beihilfe zu Steuerbetrug freigesprochen.

Schumacher hatte ein Abkommen mit dem US-Justizdepartement abgeschlossen: Alles, was er im Verfahren gegen seinen ehemaligen Chef zu Buche gab, kann in seinem eigenen Prozess nicht gegen den NZB-Banker verwendet werden.

(sda/gku)

 

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