Der starke Franken hat das Wachstum des Basler Spezialchemiekonzerns Clariant im zweiten Quartal 2011 gebremst. Der Umsatz sank leicht um ein Prozent auf 1,87 Milliarden Franken. Der Reingewinn stieg dafür kräftig von 25 Millionen auf 40 Millionen Franken, wie Clariant bekannt gab.

Beim Gewinn profitierte Clariant vom Abschluss der Schrumpfkur im Vorjahr, die damals zu höheren Restrukturierungskosten geführt hatte. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Einmaleffekten sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 178 Millionen Franken. Werden Einmaleffekte nicht berücksichtigt, erhöhte sich das Betriebsergebnis um 31 Prozent auf 163 Millionen Franken.

Besser sieht das Ergebnis in Landeswährungen aus: Bei dieser Betrachtung gelang Clariant eine Umsatzsteigerung von 14 Prozent und einen Ebit-Zuwachs von 54 Prozent. Clariant konnte die höheren Rohstoffkosten durch höhere Verkaufspreise teilweise auf die Kunden überwälzen. Der Ebit vor Einmaleffekten sank in Landeswährungen nur leicht um 1 Prozent.

Schwieriges Umfeld erwartet

Im diesjährigen Umsatz sind für die Monate Mai und Juni bereits die Zahlen der deutschen Südchemie enthalten, die Clariant Anfang 2011 für 2,5 Milliarden Franken übernommen hatte.

Für das zweite Halbjahr 2011 erwartet Clariant ein schwieriges, aber dennoch solides Geschäftsumfeld. Das Unternehmen rechnet mit weiterhin volatilen Wechselkursen und weiter steigenden Rohstoffpreisen.

(rcv/tno/sda)