Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz VSLCH kritisiert das Weiterbildungsprogramm für Lehrer von Apple scharf. Es sei «mehr als problematisch», wenn Firmen wie Apple «mit Gratiskursen, Gratisreisen und Diplomen» Lehrer umwerben, sagt Geschäftsleitungsmitglied Peter Baumann.

«So lassen sich Schulen kaufen und verlieren ihre Unabhängigkeit.» Die Grenze zur Bestechung und damit auch zur Illegalität sei dabei fliessend. Die Schulen seien da gefordert.

Auslandreisen

Apple lädt Schweizer Lehrkräfte an kostenlose, firmeneigene Workshops ins Ausland ein. Diese sollen den Einsatz von Apple-Produkten an den Schulen unterstützen. Apple Schweiz nimmt zu den konkreten Vorwürfen und zum Bildungsprogramm keine Stellung.

Auch die Marktdominanz des Computerkonzerns ist dem Schulleiter-Verband ein Dorn im Auge. Von Apple mit seinem geschlossenen System gehe heute Monopolgefahr aus, warnt Baumann: «Schulen geben sich dabei in eine grosse einseitige Abhängigkeit.»

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