Der grösste Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat in Italien einen Rückschlag erlitten und nimmt deswegen die Prognose für den Jahresgewinn zurück. Die angespannte wirtschaftliche Lage und der unbefriedigende Geschäftsverlauf im Joghurtbereich erfordere bei der Tochterfirma Trentinalatte Wertberichtigungen von 38,5 Millionen Franken, teilte Emmi am Mittwoch im Halbjahresbericht mit. Der Gewinn für die ersten sechs Monate sank um 76 Prozent auf 9,8 Millionen Franken. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 1625 Millionen Franken.

Der Gewinn für das ganze Jahr wird geringer ausfallen als erwartet. Die Firma bestätigte zwar die Umsatzprognose mit einem Wachstum von drei bis vier Prozent. Beim EBIT rechnet der Konzern aber nur noch mit 117 Millionen bis 132 Millionen Franken anstatt wie bisher mit 155 Millionen bis 170 Millionen Franken.

Gute Geschäfte in der Schweiz

Die erwartete Reingewinnmarge nahm Emmi auf zwei von bisher drei Prozent zurück. Bei Trentinalatte würden alle Optionen einschliesslich Liquidation oder Verkauf geprüft. Emmi werde die Auslandsstrategie fortsetzen und organisch und mit gezielten Übernahmen ausserhalb der Schweiz wachsen.

Gut liefen die Geschäfte dagegen in der Schweiz, in den USA, in Chile, Spanien und Tunesien. Der Umsatz wuchs insgesamt um 3,7 Prozent auf rund 1,624 Milliarden Franken.

(sda/reuters/me/ama)