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Schweden greifen nach Kuoni

Kuoni: Eine schwedische Beteiligungsgesellschaft will das Unternehmen kaufen. Keystone

Kuoni steht zum Verkauf – und wahrscheinlich kommen schwedische Investoren zum Handkuss. Noch ist der Deal aber nicht in trockenen Tüchern.

Veröffentlicht am 28.01.2016

Der Reisekonzern Kuoni hat die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT zum bevorzugten Bieter für eine mögliche Übernahme erklärt. Abschliessende Verhandlungen mit EQT für ein potenzielles Gebot für die Kuoni Group seien im Gange, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Es gebe keine Gewissheit, dass ein Angebot unterbreitet werde und zu welchen Bedingungen dieses erfolgen könnte.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise gemeldet, dass sich EQT kurz vor Abschluss der Verhandlungen mit Kuoni befinde, nachdem die Schweden das beste Angebot vorgelegt hätten. Die Kuoni-Aktien zogen in Reaktion auf die Meldung am Nachmittag um bis zu 7 Prozent an. Zum Handelsschluss stand der Kurs bei 6,7 Prozent.

Kuoni ist geschrumpft

Nach dem radikalen Umbau im vergangenen Jahr und dem Abschied aus dem klassischen Reisegeschäft besteht Kuoni derzeit noch aus der Visa-Sparte VFS, dem Gruppenreisegeschäft GTS und der Online-Datenbank für Hotelbetten GTD.

Anfang Januar hatte der Verwaltungsrat von Kuoni bestätigt, mit mehreren Drittparteien Gespräche über einen Verkauf der Gruppe zu führen. Die Gespräche befänden sich noch im Anfangsstadium, hiess es damals. Der Verwaltungsrat prüfe den Sachverhalt und ziehe auch alle anderen strategischen Möglichkeiten in Betracht.

Grossaktionär schweigt

Noch nicht öffentlich geäussert hat sich die Hugentobler-Stiftung, die bei Kuoni über eine Sperrminorität verfügt. Die Stiftung hält mit 6,25 Prozent am Kapital 25 Prozent der Stimmen und müsste einer Transaktion zustimmen.

(awp/reuters/mbü)

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