Die Schweiz hat laut einem Medienbericht 300 Bankdossiers von mutmasslichen Steuersündern mit UBS-Konten an die französischen Behörden geliefert. Das schreibt die «Sonntagszeitung» in ihrer neusten Ausgabe. Quellen werden im Bericht keine genannt.

Ein UBS-Sprecher wollte die genannte Zahl auf Anfrage von AWP nicht kommentieren und verwies an die zuständigen Behörden. Im Zeitungsbericht lässt sich ein Sprecher des Finanzdepartements so zitieren, dass er die Datenlieferung weder bestätigen noch dementieren könne. Solche seien vertraulich. Ein Kommentar darüber hinaus wollte der Sprecher am Sonntag nicht abgeben.

Busse bis zu fünf Milliarden Euro

Laut dem Zeitungsbericht wurden die betroffenen Bankkunden aus Gründen der Geheimhaltung nicht informiert. Somit hätten diese keine Möglichkeit gehabt, Rekurs einzulegen. Dieses Vorgehen sei dank einer Anpassung des Steueramtshilfegesetzes seit dem 1. August möglich.

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«Grundlagen für jegliche Berechnung spekulativ»

Die Bank wehrt sich allerdings gegen die erhobenen Vorwürfe. Zur Höhe der Busse teilte sie zudem am Freitag mit: «Wie wir schon früher gesagt haben, sind die Grundlagen für jegliche Berechnung in diesem Fall völlig konstruiert und spekulativ. Sie basieren nicht auf Fakten.»

(awp/me)