Die Schweiz und Singapur wollen verstärkt in der Finanztechnologie (Fintech) zusammenarbeiten. Gespräche zwischen den Aufsichtsbehörden fanden am Montag in Bern statt. Eine neue Vereinbarung soll es Fintech-Firmen der beiden Länder ermöglichen, im jeweils anderen Markt zu expandieren.

Der Finanzdialog wurde von Botschafter René Weber, Leiter der Abteilung Märkte im Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF), mit Vertretern der Finanzmarktaufsicht (Finma) sowie der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geleitet, wie das Eidgenössische Finanzdepartement am Montag mitteilte. Die Delegation aus Singapur wurde angeführt von Jacqueline Loh, von der Finanzaufsichtsbehörde von Singapur (MAS).

Unsicherheiten beseitigen

Die Kooperationsvereinbarung zwischen MAS und Finma schafft Rahmenbedingungen. Diese erlauben es laut Mitteilung innovativen Fintech-Firmen in Singapur und der Schweiz schneller erste Gespräche mit den Behörden aufnehmen zu können, um Auskunft zu erhalten, welche Art von Bewilligung benötigt wird.

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Auf diese Weise könnten regulatorische Unsicherheiten beseitigt und die Vorlaufzeit bis zum Markteintritt verkürzt werden. Die beiden Aufsichtsbehörden haben ausserdem vereinbart, Informationen über Markttrends und ihren Einfluss auf die Regulierung auszutauschen.

Enge Beziehungen

Singapur und die Schweiz verfügen über starke und international ausgerichtete Finanzplätze, und beide Länder unterhalten enge Finanzbeziehungen. Der Grundstein für den Dialog zwischen Singapur und der Schweiz zu Finanzfragen wurde laut Medienmitteilung im Mai 2014 anlässlich des Besuchs von Singapurs Präsident Tony Tan in der Schweiz gelegt.

(sda/gku/jfr)