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Schweizer Bahnen suchen billigere Lieferanten im Osten

Die SBB überlegt sich, günstigeres Material für die Züge und Infrastruktur im Ausland einzukaufen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Bahnbetreiber stehen unter Spardruck. Deshalb prüfen die Unternehmen - darunter auch die SBB - das Material in Zukunft günstiger im Ausland einzukaufen.

Veröffentlicht am 03.10.2012

Der Kostendruck macht den Schweizer Bahnbetreibern zu schaffen. Der Ausbau verschlingt Milliarden. Um die Kosten zu senken, müssen die Unternehmen nicht nur die Fahrpreise erhöhen.

Vielmehr können sie auch beim Materialeinkauf erhebliche Summen sparen. Die SBB und die Privatbahnen überlegen sich deshalb, wie sie trotz der Hürden im Heimmarkt im günstigeren Ausland Schienenmaterial und Züge einkaufen wollen.

«Der Schweizer Markt ist stark reglementiert, sodass die Einstiegshürden zur Erbringung der erwarteten Qualität für neue Anbieter hoch und die Zulassungsverfahren aufwendig sind», sagt Alexander Liniger, Sprecher der Appenzeller Bahnen gegenüber der «Handelszeitung».

Sparpotenzial von bis zu 30 Prozent

Die Schweizerische Südostbahn lässt sich davon nicht abbringen und kauft mittlerweile Betonschwellen in Polen ein. «Wir wollen weg von dieser Helvetisierung», sagt Geschäftsleiter Thomas Küchler. Die Privatbahnen orten ein Sparpotenzial von bis zu 30 Prozent im Einkauf.

Auch die SBB ziehen einen Wechsel von Lieferanten in Erwägung. Potenzielle Kosteneinsparungen bei den Bundesbahnen werden aber derzeit noch von Kartelluntersuchungen im Bahnbereich in Deutschland überschattet.«Das wird über die Lieferantenwahl Aufschluss geben und unser weiteres Vorgehen in dieser Sache beeinflussen», sagt SBB-Sprecher Reto Kormann.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», am Donnerstag an ihrem Kiosk.

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