Die Abkehr der Schweizer Banken vom Auslandgeschäft widerspiegelt sich deutlich in der Statistik. Im vergangenen Jahr haben in den Bilanzen der Institute die Verpflichtungen gegenüber dem Inland jene gegenüber dem Ausland überholt.

Die Passiven gegenüber Gläubigern im Inland summierten sich Ende 2013 auf 1,58 Billionen Franken, wie aus dem jüngsten Bankenstatistischen Monatsheft der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervorgeht. Das ist ein Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Geschäft im Inland steigt deutlich

Die Passiven gegenüber dem Ausland nahmen im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent auf 1,35 Billionen Franken ab. Die addierten Bilanzsummen aller 256 erfassten Banken erhöhten sich um 2,6 Prozent auf 2,93 Billionen Franken. Dies, obschon sich die Zahl der Institute gegenüber dem Vorjahr um 1 reduzierte.

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Den grössten Teil der Passiven machen Verpflichtungen gegenüber Kunden aus. Diese summierten sich im Auslandgeschäft auf 641 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 1,6 Prozent im Vergleich mit 2012 entspricht.

Im Inland stieg das Total der Kundenverpflichtungen deutlich um fast 16 Prozent und durchbrach erstmals die Marke von einer Billion Franken.
Auf der Aktivseite der Bilanzen nahmen die Hypothekarforderungen zu, die sich um 4,3 Prozent auf 893 Milliarden Franken erhöhten. Damit schwächte sich das Wachstum gegenüber den vorigen Jahren leicht ab.

(sda/me/sim)