Obwohl die verwalteten Vermögen aus Westeuropa und Nordamerika abnehmen dürften, sei im Private Banking in den nächsten Jahren insgesamt ein deutlicher Zugewinn zu erwarten, heisst es in einer  Studie der Schweizerischen Bankiervereinigung SwissBanking.

Die Schweiz solle als Standort für Superreiche ausgebaut werden. Dazu sei etwa eine höhere Beratungskompetenz bei Nachfolgeplanung, Erbschaften sowie Steuerdeklaration nötig.

Auch im Asset Management, also in der Verwaltung institutioneller Vermögen, seien deutliche Zugewinne für den Bankenplatz Schweiz möglich. Bislang nur für Dachfonds bedeutend, solle die Schweiz als globaler Hedge-Fund-Standort etabliert werden. Dazu fordert SwissBanking die Abschaffung der Stempelsteuer und einfachere Fondsregistrierungsprozesse.

Im Firmenkundengeschäft biete sich mit Blick auf die zunehmende Bedeutung der Schweiz im Rohstoffhandel die Chance, vermehrt im Handelsfinanzierungsgeschäft Fuss zu fassen. Zudem werde nicht nur bei Grossunternehmen das Auslandgeschäft und damit der Bedarf an Begleitung immer wichtiger, sondern auch bei KMU, etwa bezüglich Wechselkurs-Absicherungsgeschäften.

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Nicht sämtliche Banken sollten alle Opportunitäten nutzen. Die anspruchsvolleren Rahmenbedingungen würden im Gegenteil vielfach eine stärkere Fokussierung erfordern, schreibt SwissBanking.

Insgesamt besteht laut der Studie aber ein zusätzliches Ertragspotenzial für den Schweizer Bankenplatz bis 2015 von rund 4,8 Milliarden Franken. 2010 hatten sich die Brutto-Erträge auf 58,6 Milliarden Franken belaufen.

(laf/sda)