Die Schweizer Zuckerwarenhersteller haben 2011 mehr Bonbons und andere Zuckerwaren verkauft. Allerdings liess der starke Franken den Umsatz wieder schmelzen. Insgesamt setzte die Branche im vergangenen Jahr 315 Millionen Franken und damit 4,2 Prozent weniger um.

Die Bonbonmacher verkuaften insgesamt 31'728 Tonnen Bonbons, Kaugummis, Dragées und andere Zuckerwaren. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. Den grössten Absatzzuwachs verzeichneten dabei Geléeartikel und Gummibonbons mit Plus 12,1 Prozent. Das teilt der Schweizerische Verband der Backwaren- und Zuckerwaren-Industrie Biscosuisse mit. 

Im Inland blieb der Absatz mit Plus 0,1 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig stieg aber der damit generierte Umsatz um 3,1 Prozent auf 103 Millionen Franken, wie es weiter heisst. 

Export ist das Sorgenkind

Mühe bereitete den Schweizer Zuckerwarenherstellern derweil der Export. Zwar stieg der Absatz im Ausland um drei Prozent auf 24'373 Tonnen an, der Umsatz jedoch fiel deutlich um 7,4 Prozent auf 212 Millionen Franken.

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Da die Branche 76,8 Prozent im Ausland absetzt und hier die Produktionskosten in Franken, die Verkäufe aber vor allem in Euro oder Dollar abgewickelt werden, machte die negative Währungssituation den Umsatz zunichte. Die grössten Exportmärkte sind Deutschland (25 Prozent), USA (19,3 Prozent), Frankreich (12,1 Prozent) und die Niederlande (8,3 Prozent).

Im laufenden Geschäftsjahr hoffen die 14 dem Branchenverband Biscosuisse angeschlossenen Bonbonmacher auf einen Normalisierung der Währungssituation. Im Inland gelte es, den Marktanteil zu halten, schreibt der Verband.

(muv/tno/sda)