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Logistik
Schweizer buddeln mit Know-how aus den USA

Die Schweizer Tunnelbauer holen sich Expertise von den kalifornischen Superzug-Machern: «Cargo sous terrain» arbeitet mit dem US-Unternehmen Hyperloop zusammen.

Veröffentlicht am 11.05.2016

Das Projekt einer unterirdischen Güterbahn quer durchs Mittelland hat einen ersten ausländischen Investor gefunden. Die Schweizer Promotoren von «Cargo sous terrain» (CST) haben mit dem kalifornischen Unternehmen Hyperloop One einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Hyperloop One ist ein Startup-Unternehmen aus dem Umfeld des Paypal-, Tesla- und Space-X-Gründers Elon Musk. Es verfügt über 120 Millionen US-Dollar Risikokapital, um in die Entwicklung von Technologien im Personen- und Gütertransport zu investieren, wie die CST-Promotoren am Mittwoch mitteilten. Mit dem Partnerschaftsabkommen sei es CST gelungen, neben zahlreichen schweizerischen Unterstützern einen ersten ausländischen Investor zu gewinnen.

Kooperation beim Tunnelbau

Das gemeinsam definierte Ziel bestehe in der Weiterentwicklung der Logistikkonzepte von CST und gegebenenfalls in einer Kooperation bei der technischen Realisierung. Möglichkeiten einer Zusammenarbeit sehen die beiden Partner etwa beim Bau von Logistik-Tunnels, der Fahrzeugtechnologie und dem -antrieb oder der Logistik zur Feinverteilung von Gütern in den Städten.

«Diese Partnerschaft bringt uns technologisch nach vorne und stärkt das Exportpotenzial von CST erheblich», wird CST-Präsident Peter Sutterlüti in der Mitteilung zitiert.

Erste Pilotstrecke

Die Promotoren des Projekts «Cargo sous terrain» hatten im Januar eine Machbarkeitsstudie präsentiert, in der sie die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des unterirdischen Güterverkehrs zu belegen versuchten. Bereits 2030 soll eine erste Pilotstrecke zwischen Niederbipp BE/Härkingen SO und Zürich in Betrieb gehen. Kosten soll dieser Abschnitt 3,5 Milliarden Franken.

Fernziel von «Cargo sous terrain» ist ein unterirdisches Logistiknetz von Genf quer durch das Mittelland bis St. Gallen. Angeschlossen werden sollen zudem die Städte Luzern, Basel und Thun. Dabei sollen kleine, unbemannte Transportfahrzeuge Waren zwischen den grossen Handelszentren transportieren. Der Bund hält das Projekt zwar für spannend, will es aber nicht mitfinanzieren.

(sda/ise/chb)

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