Die Spielbanken haben nach 10 Jahren erstmals wieder einen leichten Ertragsanstieg verzeichnet. 2016 erzielten sie einen Bruttospielertrag von gut 670 Millionen Franken. Das entspricht einer Zunahme um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Ertrag wurde erneut hauptsächlich durch Glücksspielautomaten generiert, wie aus dem Jahresbericht der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) hervorgeht. Rund 560 Millionen steuerten sie zum Gesamtpott bei.

Den Erfolg der Spielbanken bekommt auch die AHV zu spüren. Die Steuereinnahmen durch die Spielbankabgabe sind um 3,2 Millionen auf 323,3 Millionen Franken angestiegen. Ein Grossteil davon geht an den Ausgleichsfonds der AHV. Die ESBK beurteilt die Tätigkeit der Spielbanken im Jahr 2016 insgesamt positiv, wie die Kommission mitteilte. Die vom Gesetzgeber strukturierten Ziele seien erreicht worden, insbesondere im Bereich des Sozialschutzes.

Neue Straffälle

Hingegen eröffnete die ESBK mehr neue Straffälle wegen illegalen Glücksspiels. Waren es im Vorjahr noch 129 Fälle, wurde 2016 in 162 Mal ermittelt. Laut ESBK handelt es sich dabei vor allem um Onlineangebote in öffentlich zugänglichen Lokalen.

Der diesjährige Erfolg kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass den Spielbanken Internetspiele, Online-Casinos und das Angebot im grenznahen Ausland zu schaffen macht. Rund 10 Jahre lang war der Ertrag der Casinos rückläufig.

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(sda/cfr/gku)