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Studie
Schweizer Cybersicherheit mit viel Luft nach oben

Schweizer Cybersicherheit mit viel Luft nach oben
Cybercrime: Die Schweiz ist mittelmässig vorbereitet. Keystone

In vielen reichen Ländern ist es um die Cybersicherheit nicht gut bestellt. Die Schweiz landet in einer Studie nur auf dem 18. Platz. Auch Deutschland schneidet schwach ab. Der Sieger kommt aus Asien.

Grosse Industriestaaten schneiden bei der Cybersicherheit laut einer UNO-Studie teilweise schlechter ab als einige deutlich ärmere Staaten. Die Schweiz etwa landet in dem am Mittwoch veröffentlichten Global Cybersecurity Index 2017 der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in der Tabelle auf Platz 18.

Platz eins geht an Singapur, gefolgt von den USA und Malaysia. Ebenfalls vor der Schweiz finden sich unter anderem Oman, Estland, Mauritius, Georgien, Frankreich, Russland, Japan, Grossbritannien, Südkorea. Indien wird an 23. Stelle und Deutschland an 24. gelistet.

Äquatorialguinea am schwächsten

Bewertet wurden eine Vielzahl von Faktoren wie technische und juristische Einrichtungen, Bildungs- und Forschungskapazitäten sowie die Beteiligung am Informationsaustausch. An letzter Stelle der 195 Staaten liegt Äquatorialguinea.

Die Hälfte der Staaten habe nicht einmal eine nationale Sicherheitsstrategie erarbeitet, klagte die ITU. Dies sei aber der entscheidende erste Schritt. Um so wirksam wie möglich zu sein, müssten bei der Cybersicherheit «Gesetze, Organisationen, Fähigkeiten, Kooperation und die technische Umsetzung» harmonieren.

Der in der Ukraine zuerst aufgetretene, weltweite Hackerangriff der vergangenen Woche hat Sicherheit von Computersystem in den Fokus gerückt.

(sda/gku)

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