Die Schweizer Banken haben sich nach Meinung von Martin Gilbert gut an die neuen Realitäten angepasst. Der Chef von Aberdeen Asset Management, dem grössten unabhängigen Vermögensverwalter ausserhalb der USA, sagt im Interview mit der «Handelszeitung», dass die Schweiz trotz der deutlich höheren Wachstumsraten der Finanzplätze Singapur und Hongkong seinen Platz behaupten kann. «Man muss doch die Schweiz nicht über Gebühr schlecht reden», so Gilbert weiter.

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Er verfolgt mit Aberdeen in der Schweiz eine organische Wachstumsstrategie. «Wir wollen über unsere Produkte grösser werden», sagt Gilbert. Die Schweiz sei kein Markt für ihn, um mit Zukäufen zu wachsen. Obwohl der schottische Vermögensverwalter in den letzten Jahren zahlreiche Akquisitionen tätigte, liegt der letzte Zukauf hierzulande fünf Jahre zurück. 2009 übernahm Aberdeen das europäische Fondsgeschäft der Credit Suisse.

«Business as usual»

Nach dem Nein Schottlands zur angestrebten Unabhängigkeit herrsche in Grossbritannien wieder «business as usual», sagt Gilbert im Interview weiter. Es sei aber allen Beteiligten bewusst, dass das Referendum eine Art Hauptprobe gewesen, falls es 2017 zum möglichen Referendum um einen EU-Austritt Grossbritanniens käme.

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