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Energie
Schweizer Firma will am Fracking-Boom verdienen

Jim Ratcliffe vor dem Ineos-Sitz: Der Brite investiert in Schiefergas.  Keystone

Die Walliser Firma Ineos will zum Branchenführer im Fracking werden. Fast eine Milliarde Franken wollen die Schweizer für Erkundungen in Grossbritannien raushauen.

Veröffentlicht am 20.11.2014

Der Chemiekonzern Ineos mit Hauptsitz im waadtländischen Rolle will sich mit Investitionen von 640 Millionen Pfund (960 Millionen Franken) an die Spitze der britischen Schiefergas-Industrie setzen. Das Unternehmen hat bereits zwei Lizenzen für Regionen nahe seiner Raffinerie im schottischen Grangemouth.

Dazu sollen weitere Erkundungsrechte in Schottland und Nordengland kommen, wie Ineos am Donnerstag mitteilte. Konzernchef Jim Ratcliffe sagte, er wolle das Unternehmen zum Branchenführer machen. Das Schiefergas wird mit der umstrittenen Fracking-Methode gefördert.

Kritik von Umweltschützern

Umweltschützer kritisierten die Ankündigung. «Investitionen sind wichtig, um unser Energiesystem zu reformieren, aber keine riesigen Spekulationswetten auf unbewiesene und riskante Ressourcen», sagte Simon Clydesdale von Greenpeace.

Grossbritanniens Regierung begrüsste dagegen die geplanten Investitionen. Die Schiefergas-Förderung könne Arbeitsplätze schaffen, das Klima schonen und das Land unabhängiger von Importen machen. Ineos will sechs Prozent der Einnahmen an die Gemeinden abgeben, in denen das Gas gewonnen wird.

In Grossbritannien ist Fracking zur Schiefergasgewinnung unter Auflagen erlaubt, bisher aber noch in der Erkundungsphase.

(sda/ise/ama)

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