CS-Chef Brady Dougan muss sich vor amerikanischen Politikern rechtfertigen. Die Konkurrentin UBS arbeitet an einem Vergleich mit deutschen Behörden. Die Meldungen von Schweizer Unternehmen, die vom Ausland mit Strafen belegt werden, reissen nicht ab. Wie eine Überschlagsrechnung der «Handelszeitung» über die letzten zehn Jahre zeigt, mussten hiesige Konzerne mehr als 7 Milliarden Franken Busse ans Ausland überweisen.

Seit der Finanzkrise häufen sich die Fälle. Am meisten zahlten UBS nach dem Libor-Skandal sowie das in der Schweiz börsennotierte Bohrunternehmen Transocean wegen der Ölpest im Golf von Mexiko. Die Strafen für die beiden Gesellschaften beliefen sich auf je 1,4 Milliarden Franken. Offensichtlich werden Schweizer Firmen aber aus dem Schaden nicht klug. «Es muss festgestellt werden, dass die potenzielle Bedrohung in ihrer Breitenwirkung von vielen international tätigen Unternehmen in der Schweiz zu wenig erkannt wird», urteilt etwa Strafrechtsexperte Arno Thürig.

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