Auch die Schweizer Linien- und Charterfluggesellschaft PrivatAir hat Interesse an der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki angemeldet. «Ja, wir wollen Niki ganz übernehmen und möglichst alle Arbeitsplätze erhalten», sagte Firmen-Chef Thomas Limberger der Zeitung «Presse» am Dienstag. Er wisse zwar um den enormen Zeitdruck und die damit verbundene Schwierigkeit, sich ein Bild von der Airline zu machen und eine entsprechende Finanzierung aufzustellen. «Aber wir wollen es versuchen.»

Die österreichische Niki meldete vergangene Woche Insolvenz an, nachdem die Lufthansa ihr Gebot mit Verweis auf Bedenken der EU-Kommission zurückgezogen hatte. Die Kaufinteressenten müssten bis Donnerstag ein verbindliches Angebot abgeben, eine Entscheidung könnte Insidern zufolge zwischen den Jahren fallen. Zu den potenziellen Käufern gehören Firmengründer Niki Lauda, der Thomas Cook, der Ryanair sowie ein Bieterkonsortium um den Berliner Logistiker Zeitfracht und die Wartungsfirma Nayak.

(reuters/gku/mbü)

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