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Schweizer Fluglinie Belair wird im Oktober liquidiert

Schweizer Fluglinie Belair wird im Oktober liquidiert
Belair-Maschine im Jahr 2001: Die Schweizer Airline gehört seit 2009 zu Airberlin. Keystone

Airberlin wird ihre Tochter Belair Ende Oktober schliessen. Die Mitarbeiter haben eine Anstellungsgarantie für 12 Monate. Ohne die Hilfe von Etihad wäre wohl auch die Muttergesellschaft am Ende.

Die Schweizer Fluglinie Belair wird Ende Oktober liquidiert. Das hat die Muttergesellschaft Airberlin am Dienstagabend mitgeteilt. Die sieben Flugzeuge werden der österreichische NIKI verkauft. Die rund 280 Mitarbeiter erhielten eine Anstellungsgarantie für 12 Monate.

Danach sollen sie Job-Angebote «im Umfeld der neuen Airberlin» bekommen, wie die Airberlin mitteilte. Der letzte Belair-Jet starte mit dem Ende des Sommerflugplans 2017, heisst es. Bis dahin operiere Belair ab Zürich mit vier Flugzeugen. Der Flugplan in der Schweiz behalte bis auf weiteres seine Gültigkeit. Gebuchte Flugtickets blieben gültig.

Airberlin in Schieflage

Belair war einst aus der früheren Balair hervorgegangen. Sie ist seit 2009 vollständig im Besitz der seit Jahren defizitären Airberlin. Die deutsche Fluglinie verfolgte einen Expansionskurs, der 2015 in einem Rekordverlust mündete. Ohne Finanzspritzen des grössten Aktionärs, der arabischen Etihad, wäre Airberlin vermutlich längst am Boden.

Im Zug des Umbaus von Airberlin soll unter Führung des Anteilseigners Etihad eine neue Ferienfluggesellschaft mit Tuifly entstehen. Zusammen mit der österreichischen Airberlin-Tochter NIKI käme der neue Ferienflieger auf insgesamt rund 60 Flugzeuge. Diese sollen ein Streckennetz von wichtigen Abflughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedienen. Die EU-Kommission muss das Joint-Venture noch genehmigen.

(sda/gku)

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