Die Schweizer Grossbanken sind nach Einschätzung der Schweizer Notenbank im internationalen Vergleich sehr gut mit Eigenkapital ausgestattet. Credit Suisse und UBS hätten ihre Kapitalausstattung substanziell verbessert, erklärte die Schweizerische Nationalbank (SNB) in ihrem Bericht zur Finanzstabilität.

Bei Credit Suisse habe sich die risikogewichtete Eigenkapitalquote in den zwölf Monaten bis zum ersten Quartal dieses Jahres auf zehn Prozent nahezu verdoppelt. Bei UBS sei die Quote auf 10,3 Prozent von 7,5 Prozent gestiegen. Das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, die sogenannte Leverage Ratio, sei aber immer noch niedrig und liege gemäss einigen Untersuchungen unter dem internationalen Durchschnitt.

Verlustabsorbierendem Kapital

Im Stabilitätsbericht des letzten Jahres hatte die SNB Credit Suisse ungewohnt deutlich aufs Korn genommen. Die Ausstattung mit verlustabsorbierendem Kapital sei im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich, urteilte die Notenbank damals. Seitdem verbesserte Credit Suisse ihr Eigenkapital um 15 Milliarden Franken.

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Sorgen macht der SNB die Lage auf dem Immobilienmarkt. Die SNB befürchtet, dass vor allem auf das Inland orientierte Banken bei der Vergabe von Hypotheken zu grosse Risiken eingehen könnten und rief die Institute zu grösserer Vorsicht auf. Es gebe Anzeichen, dass die Immobilienpreise ein Niveau erreicht hätten, das nicht nachhaltig sei. Zudem sollten sich die Banken vor Augen halten, dass die Hypothekenzinsen schnell deutlich steigen und Kreditnehmer dann in Schwierigkeiten geraten könnten.

(chb/aho/reuters)