Heutzutage sind in Sachen Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen noch immer nicht alle Bereiche gleich weit fortgeschritten – in der Schweizer Gründerszene sind von rund 221 eingetragenen Personen lediglich sechs Prozent Frauen. Laut «Swiss Startup Monitor» ist das weibliche Geschlecht vor allem in den Sektoren Informations- und Kommunikationstechnik, Ingenieurwesen und Medizinal- und Biotechnologie beschäftigt. Im Schnitt sind Frauen 6,8 Jahre jünger als die männlichen Kollegen.

Gründerinnen in Deutschland sind besonders in Tech-Unternehmen deutlich unterrepräsentiert, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Der Startup-Monitor 2013 vom Bundesverband Deutsche Startups weist eine Frauenquote von lediglich 13 Prozent aus. Dies will Jess Erickson, selbst Gründer eines Tech-Unternehmens, ändern: Er gründete die Initiative «Berlin Geekettes» und hofft damit, Frauen im Startup-Bereich mit technischen Workshops zu unterstützen.

Wenig Interesse

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Telekom den «Geekettes» finanziell und organisatorisch unter die Arme greift, sind Frauen in der Schweiz auf sich gestellt. Uwe Gross, wissenschaftlicher Projektleiter des Swiss Start-up Monitor, ist keine landesweite Initiative oder Unterstützung bekannt, die explizit und ausschließlich Gründerinnen fördert. «Das Thema der expliziten Förderung scheint in der Schweiz weniger präsent – da Frauen unter den Gründern verhältnismäßig gut vertreten sind», sagt Gross gegenüber handelszeitung.ch.

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Trotz Sinkflug der Neugründungen mit gemischten Geschlechtern, hat sich in den letzten Jahren eine Steigerung der nur von Frauen gegründeten Unternehmen gezeigt. Laut Bundesamt für Statistik betrug die Quote im Jahr 2006 knapp 13 Prozent – vier Jahre später bereits 18 Prozent. In New York und dem Silicon Valley sind es nach Daten des «Startup Genome Report» 18 beziehungsweise zehn Prozent – eine der höchsten Quoten hat Polen, auch wenn diese noch unter 50 Prozent liegt.