Coop-Chef Joos Sutter ist mit der Entwicklung von Coop zufrieden. «Der konjunkturelle Rückenwind fehlt zwar weitgehend, dennoch liegen unsere Umsätze leicht über Vorjahr», sagt er im Interview mit der «Sonntagszeitung».

Während die Lebensmittelverkäufe bisher etwas stärker wachsen, sei es im Non-Food-Bereich schwieriger. In Krisenzeiten würden Konsumenten weniger für Kosmetik oder Parfümerie ausgeben, sich aber dennoch gutes Essen leisten, führt Sutter aus. Dennoch ist er für das Geschäftsjahr zuversichtlich.

Konsumenten gehen weiter ins Ausland

«Wenn nichts Unvorhergesehenes eintritt, rechne ich damit, dass wir das Vorjahr schaffen könnten und weiter Marktanteile zulegen», so der Coop-Chef.

Im vergangenen Jahr hat Coop 27,8 Milliarden Franken Umsatz erwirtschaftet und 452 Millionen Franken Gewinn geschrieben.

Sutter rechnet weiterhin damit, dass ein Teil der Konsumenten im Ausland einkauft. «Das Volumen wird hoch blieben, selbst wenn der Franken wieder schwächer werden sollte», sagt er. «Viele Konsumenten haben sich dran gewöhnt, im Ausland einzukaufen. Gewohnheiten legt man nicht so schnell ab», so der Coop-Chef.

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Konsumenten kaufen jährlich für fast 9 Milliarden Franken im Ausland ein, weil es dort durch den Euro-Franken-Kurs günstiger ist. «Ich gehe davon aus, dass die Einkäufe über die Grenzen auf diesem hohen Niveau stagnieren oder dass der Wert von 9 Milliarden Franken sogar noch überschritten wird», sagt Joos Sutter.

(sda/jev)