Die Kleiderhändler Jeans & Co und Jamarico geben ihre Geschäfte auf, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Grund dafür ist unter anderem die stärker werdende Onlinekonkurrenz, insbesondere durch den rasant wachsenden Anbieter Zalando aus Deutschland.

Wie mehrere Quellen der Zeitung bestätigt haben, erhielten die rund 100 Angestellten von «Jeans & Co» die Kündigung. Die Kette wurde 1994 von der Genfer Maus Frères Holding, der Besitzerin der Manor-Warenhäuser, aufgebaut. Seit 2001 war sie in privater Hand.

Jamarico-Filialen in Zürich schliessen Ende Januar

Drei von zwölf Filialen sind bereits geschlossen, bis Ende Januar folgen die restlichen. Laut der «Schweiz am Sonntag» waren die Inhaber für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Mit der Eurokrise und dem Einkaufstourismus hätten die Schwierigkeiten begonnen, zitiert die Zeitung einen Insider. «Zalando gab uns nun den Todesstoss, da viele Kunden ihre Pepe- oder G-Star-Jeans plötzlich online kauften.»

Auch Felix Huwiler, Chef der drei Zürcher Jamarico-Kleidergeschäfte, nennt Zalando als einen der Hauptgründe für die Geschäftsaufgabe. Der Onlinehandel habe das Angebot enorm vergrössert, da sei es nur logisch, dass dies verheerende Auswirkungen auf den stationären Handel habe. Die Filialen am Helvetiaplatz und am Hirschenplatz schliessen Ende Januar, jene nahe am Central machte bereits an Weihnachten dicht.

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(me)