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Afrika
Schweizer Investoren: Trennung von Billig-Airline

Thomas Schmidheiny: Keine Lust mehr auf die Billigflieger von Fastjet. (Bild: Keystone)

Die Investoren Thomas Schmidheiny und Rainer-Marc Frey verkaufen ihren Anteil an Fastjet, der ersten Billig-Airline Afrikas. Die Fluggeschäfte harzten schon länger.

Von Christian Bütikofer
am 19.11.2013

Die Investoren Thomas Schmidheiny und Rainer-Marc Frey verkaufen ihren Anteil an Fastjet, der ersten Billig-Airline Afrikas. Die Fluggeschäfte harzten schon länger.

Am 19. Juli übernahm ein Konsortium angeführt von den Schweizer Magnaten Thomas Schmidheiny und Rainer-Marc Frey die britische Firmengruppe Lonrho (London and Rhodesian Mining Company). Es war das erste Mal, dass in der hundertjährigen Geschichte Ausländer diesen Konzern beherrschten.

Agro, Hotels, Airline

Lonrho generiert den Grossteil seines Umsatzes im Agrargeschäft, mischt aber auch in der Hotellerie mit und bis vor kurzem bei einer Billigfluglinie, der Fastjet, mit. Die Idee von Fastjet ist, der erste Billiganbieter Afrikas zu werden - doch etliche Gründe führten bisher vor allem zu Ärger und Ausgaben statt Gewinnen - obwohl wie Wirtschaft auf dem schwarzen Kontinent seit Jahren boomt.

Discount-Verkauf

Nun brachen die neuen Eigner von Lonrho den Tiefflug ab und verkauften als bisher grösster Aktionär der Fluggesellschaft ihren ganzen Anteil für knapp 1,5 Millionen Pfund, schreibt «Moneyweb». Lonrho verkaufte am 13. November um die  52.4 Millionen Aktien für 2,85 Pence pro Stück, 17 Prozent unter dem Schlusswert des Aktienpreises.

Die Zeichen lagen schon früher auf Trennung: Nur wenige Tage nach Bekanntgabe des ­Interesses der Schweizer diese Jahr trat bei der Lonrho-Beteiligung Fastjet der bisherige Verwaltungsratspräsident zurück. Airline-Kenner Thomas Schmidheiny (Ex-Swissair-Verwaltungsrat) behagte die Fluglinie mit dem Graupapagei am Heck offenbar nicht.

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