Sein erklärtes Ziel war es, der reichste Mann der Welt zu werden. Er schaffte es zwar nur bis auf Rang sieben. Doch wenigsten war er der reichste Brasilianer - bis er in diesem Jahr auch diesen Titel abgeben musste. Übernommen hat ihn der Schweizer-Brasilianer Jorge Paulo Lemann.

Und jetzt ist Batista auch seinen Milliardärsstatus los: Das Magazin Forbes schätzte am Montag den 56-Jährigen noch auf knapp 900 Millionen Dollar. Mehr als 30 Milliarden waren es im März 2012 noch gewesen.

Verheerende Blasenbildung

Der rasante Abstieg hatte eine handfeste Ursache: Batistas Unternehmen waren alle stark überbewertet. Nachdem sein Flaggschiff, die OGX Petroleo e Gas die Produktionsziele massiv verfehlte, kam es zum Totalabsturz. Dies löste wiederum eine Kettenreaktion aus, die grossen Investoren zogen ihr Geld ab und stürzten so das ganze Firmengeflecht Batistas in den Abgrund. In der Folge verkauf Batista in rasendem Tempo Vermögenswerte, um damit den kompletten Zusammenbruch seiner Holding zu verhindern.

Jetzt wurde bekannt, dass eines der Prunkstücke in Batistas-Investment-Portfolio an eine Schweizer Firma übergeht. Die Immobilien-Investmentfirma Acron steht laut dem Wall Street Journal kurz vor dem Abschluss der Übernahmeverhandlungen für das Hotel Gloria in Rio de Janeiro. Für rund 95 Millionen Dollar soll das prestige- und geschichtsträchtigen Hotel den Besitzer wechseln. In zwei Monaten soll der Deal unter Dach und Fach sein. Interessant ist dabei die Aussage von Acron-Chef Kai Bender. Acron sei das einzige Unternehmen gewesen, welches die Bücher der Hotels einer genauen Prüfung unterzogen habe.

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Geschichtsträchtiges Prunkstück

Batista hatte das anlässlich der Weltausstellung von 1922 erbaute Luxushotel 2008 für etwa 50 Millionen Dollar übernommen. Er wollte es für die 2014 in Brasilien stattfindende Fussball-WM und die Olympischen Spiele in Rio im Jahr 2016 restaurieren und 2011 wiedereröffnen. Der Termin wurde dann jedoch auf das dritte Quartal 2013 verschoben. Die Bauarbeiten sind noch immer im Gang. Gegenüber handelszeitung.ch will Acron keine Stellung nehmen.