Die kleinen und mittleren Schweizer Unternehmen (KMU) zeigen sich verhalten optimistisch hinsichtlich ihrer Exportaussichten. Von einer Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes gehen sie aber immer weniger aus.

Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten KMU-Exportindikator der Credit Suisse und der Exportförderorganisation Switzerland Global Enterprise (ehemalige Osec) hervor.

Ängste vor einem konjunkturellen Abschwung

Die in einer Umfrage erhobenen Exportperspektiven für KMU fielen Anfang Oktober im Vergleich zu Anfang Juli um 4,5 Prozentpunkte auf 60,8 Punkte. Der Wert, der aus der Exportstimmung der KMU für das bevorstehende Quartal sowie den effektiven Exporten im Vorquartal berechnet wird, signalisiert ab 50 Punkten ein Wachstum.

Sämtliche Sektoren erwarten steigende Exporte. Mit dem stärksten Wachstum bei den Ausfuhren rechnet die Metallindustrie, gefolgt vom Maschinenbau und Dienstleistungen.

Allerdings geht etwas mehr als die Hälfte der rund 200 befragten KMU von einem stagnierenden oder rückläufigem Exportvolumen aus. Als Grund dafür nennen die Unternehmen vermehrt Ängste vor einem konjunkturellen Abschwung.

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Exportmarkt Europa schwächelt

Auch unter den optimistischen Betrieben erwarten nur noch 24 Prozent eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes, während es im Sommer noch 32 Prozent waren.

Die Auswirkungen der schleppenden Wirtschaftserholung im wichtigsten Exportmarkt Europa sowie einem verlangsamtem Wachstum in Asien zeigen sich auch im Exportbarometer der Credit Suisse. Der Indikator für die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten im vierten Quartal sank auf einen Wert von 0,94.

Damit liegt der Indikator zum ersten Mal seit über einem Jahr unter dem langjährigen Durchschnitt von 1,00. Allerdings zeigt er mit einem positiven Wert noch immer ein Wachstum an. Eine höhere Nachfrage ist laut der Medienmitteilung vor allem aus den USA zu erwarten.

(sda/dbe/ama)