Die am vergangenen Dienstag gestartete Informationsplattform der Westschweizer Konsumentenorganisation FRC zum VW-Abgasskandal hat bereits 1500 Einträge. Die Stiftung wartet immer noch auf eine Antwort des VW-Importeurs Amag auf einen Brief vom Mittwoch.

Es gebe alle drei Minuten einen neuen Eintrag, sagte die FRC-Rechtsbeauftragte Florence Bettschart am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Plattform ist zur Unterstützung von VW-Opfern gedacht und zu deren besseren Information.

Musterklagen und Musterbriefe

Musterklagen und Musterbriefe an Autohändler sind aufgeschaltet. Wie Bettschart sagte, wird bald ein Forum zu Fragen über die Abwertung der von der Manipulation betroffenen Autos aufgeschaltet.

Die Konsumentenschutzorganisation könne die Masse an Anfragen kaum bewältigen, erklärte FRC-Generalsekretär Mathieu Fleury. Die Plattform entspreche einem echten Bedürfnis.

Warten auf Antwort von VW-Importeur Amag

Ein gemeinsamer Brief mit der Bitte um Aufklärung der drei Konsumentenorganisationen der Sprachregionen ging am vergangenen Mittwoch an den VW-Importeur Amag. Darin habe man Amag eine Frist bis Montag eingeräumt, es dürfte aber länger dauern, sagte Bettschart.

Der Brief der Schweizer Organisationen entspricht einem Schreiben des europäischen Konsumentenschutzbüros an den neuen VW-Konzernchef Matthias Müller. Die Antwortfrist darauf dauerte bis am 8. Oktober.

128'802 Schweizer Wagen betroffen

In der Schweiz verkehren 128'802 Autos mit der manipulierten Abgassoftware aus dem Volkswagenkonzern. Weltweit sind 11 Millionen Fahrzeuge vom Skandal betroffen.

(sda/me)