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Schweizer Konzerne sollen für AKW Fessenheim zahlen

«Atomkraft Schluss» vor dem AKW Fessenheim - auch François Hollande ist für die Abschaltung. (Bild: Keystone)

Frankreichs Präsident Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim bis 2017 schliessen. Der Betreiber plant, in diesem Fall auch Schweizer Energiekonzerne zur Kasse bitten.

Veröffentlicht am 25.05.2012

Bei einer vorzeitigen Schliessung des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim wird nach Angaben des Energiekonzerns EDF ein Finanzausgleich mit den schweizerischen und deutschen Partnern fällig.

Eine vorzeitige Schliessung Fessenheims werde unweigerlich eine Diskussion über die Finanzen erfordern, sagte der Chef des französischen Energiekonzerns, Henri Proglio, auf der Hauptversammlung der EDF in Paris.

Der französische Präsident François Hollande hat versprochen, das älteste Atomkraftwerk des Landes unweit der Schweizer und deutschen Grenze bis 2017 zu schliessen.

5-prozentige Beteiligung

Die drei Schweizer Energiekonzerne Alpiq, Axpo und BKW sind mit je 5 Prozent an dem Meiler beteiligt. Als Gegenleistung wird den Partnern eine entsprechende Menge Strom geliefert. Der baden-württembergische Energiekonzern ENBW trägt 17,5 Prozent der Betriebskosten und hat den gleichen Prozentsatz der Baukosten mitgetragen.

Die Kostenbeteiligung gilt auch für die Nachrüstung der Anlage aus dem Jahr 1977. Geplant ist zunächst eine Verstärkung der Betonplatte unter den Reaktorblöcken zur Verbesserung des Erdbebenschutzes, die mit etwa 15 Millionen Euro pro Reaktor zu Buche schlagen dürfte.

Es ist allerdings fraglich, ob es nun dazu kommt, wenn das Kraftwerk wie versprochen in den nächsten Jahren vom Netz genommen wird.

(tno/chb/sda)

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