1. Home
  2. Unternehmen
  3. Schweizer Kunsthändler steht in Monaco vor Gericht

Fürstentum
Schweizer Kunsthändler steht in Monaco vor Gericht

Dmitri Rybolowlew (mi.) und Prinz Albert II: Ein Schweizer ist in Monaco angeklagt. Keystone

In Monaco steht der Chef eines Genfer Kunsthändlers vor Gericht. Der Schweizer Geschäftsmann soll den Präsidenten des Fussballclubs AS Monaco betrogen haben. Es geht um Bilder vieler berühmter Maler.

Veröffentlicht am 01.03.2015

Der Chef des Genfer Unternehmens Natural Le Coultre muss sich in Monaco wegen Betrugs und Geldwäsche verantworten. Gegen den am Donnerstag festgenommenen Kunsthändler wurde am Samstag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie aus Justizkreisen verlautete.

Der Schweizer Geschäftsmann befindet sich gegen eine Kaution in der Höhe von 10 Millionen Euro unter Polizeiaufsicht. Seine mutmassliche Komplizin, eine Schweizerin mit Wohnsitz im Fürstentum, wurde wegen Geldwäscherei angeklagt.

Bilder mithilfe gefälschter Dokumente verkauft

Mutmassliches Opfer ist der russische Milliardär und Präsident des Fussballvereins AS Monaco, Dmitri Rybolowlew. Der Chef der Genfer Firma wird verdächtigt, Dutzende Bilder berühmter Maler wie Picasso, Modigliani, Gauguin, Degas oder Leonardo da Vinci mithilfe gefälschter Dokumente zu überhöhten Preisen an die Familie Rybolowlew weiterverkauft zu haben.

Laut der Anwältin der Rybolowlews hat die Familie rund zehn Jahre lang mit dem Schweizer Geschäfte gemacht.

Natural Le Coultre aus Genf

Natural Le Coultre ist ein Genfer Unternehmen, das im Kunsthandel auf den Transport und die Lagerung von Kunstwerken insbesondere in Zollfreilagern in Genf, Luxemburg und Singapur spezialisiert ist. Die Summe, um die es bei dem Betrug gehen soll, nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

(sda/moh)

 

Anzeige

Die umsatzstärksten Fussballvereine der Welt

1|5
In der vergangenen Saison haben fünf Fussballvereine einen Umsatz über 450 Millionen Euro erzielt. Hier die Übersicht: An fünfter Stelle steht Paris Saint-Germain mit Zlatan Ibrahimović, einem der besten Stürmern der Welt. Der Umsatz für die vergangene Saison wird vom «Economist» mit 475 Millionen Euro beziffert.