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Schweizer Nutzfahrzeugmarkt kränkelt

Postauto AG muss 78 Millionen Franken zurückzahlen
Postauto-Bahnhof Chur: In dieser Sparte ist die Nachfrage nach Neuem gross.   KeystoneQuelle: Keystone

2013 wurden weniger Liefer- und Lastwagen verkauft, bei den Linien- und Reisebussen sieht das Bild heterogen aus. Es werden dafür aber nicht primär wirtschaftliche Gründe ins Feld geführt.

Von Markus Köchli
am 19.02.2014

2013 wurden in der Schweiz 32'465 Nutzfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr, das mit 34306 Liefer- und Lastwagen ein Rekordjahr war, ist dies ein Minus von 5,4 Prozent. Begründet wird die nachlassende Nachfrage von den Importeuren in der neusten Ausgabe der «Handelszeitung» nicht primär mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern mit der seit 1. Januar 2014 gültigen Euro-6-Norm. Diese verschärft die Grenzwerte für Abgase von Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC) und Partikel (PM).

Mit Ausnahme von Scania und Mercedes waren die meisten Anbieter 2013 noch nicht bereit, Fahrzeuge mit angepassten Motoren auszuliefern. Die meisten Neuheiten werden deshalb erst in diesem Jahr auf die Strasse rollen und die Nachfrage beleben. Die rund 30 Anbieter von Nutzfahrzeugen in der Schweiz rechnen deshalb mit einem umsatzmässig leicht besseren 2014.

Zwei deutsche Anbieter dominieren

Dominiert wird der Markt durch zwei deutsche Anbieter: VW belegt bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen mit Vorsprung die Leaderposition, Mercedes-Benz bei den Lastwagen. Einzig in der Kategorie der Lastwagen über 26 Tonnen Gewicht hat mit Scania aus Schweden eine nicht deutsche Marke die Nase vorne.

Unterschiedlich fiel die Nachfrage nach Linienbussen und Reisecars aus. Während die SparteLinienbusse nach 352 verkauften Fahrzeugen ein Plus von 27 Prozent verzeichnet, ging die Nachfrage nach Reisecars von 129 auf 124 Fahrzeuge oder um 3,9 Prozent zurück. Bei den Linienbussen sorgten vor allem Bestellungen der Schweizerischen Post (Postautos) und der Verkehrsbetriebe Region Lausanne für die Zunahme. Sowohl bei den Linien- wie bei den Reisebussen haben mit Mercedes/Setra und MAN/Neoplan – dies seit Jahren – zwei deutsche Hersteller die Spitzenpositionen inne.

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