Die Schweizerische Post steckt in einem tiefgreifenden Wandel. Der Kunde erwarte heute, dass er von der Post jederzeit und überall mit Dienstleistungen versorgt wird. Der physische Transport und elektronische Angebote seien die Markenzeichen der digitalen Evolution.

Immer weniger Menschen und Unternehmen nutzten das traditionelle Poststellennetz für den Brief- und Paketversand sowie für den Zahlungsverkehr, sagte Susanne Ruoff bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt als Konzernleiterin der Post in Zürich.

Wie die Zeitungsverleger sei die Post auf der Suche nach Chancen, mit Online-Angeboten Geld zu verdienen. Der Kunde sei nur mehr für Mehrwert bereit zu zahlen. Mit einer Multichannel-Strategie gehe die Post neue Wege, ohne die bewährten Dienste über Bord zu werfen.

Scanning und Digitalisierung

Als Beispiel erwähnte Ruoff in einer Rede anlässlich der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Medien den Kunden Zurich Insurance Group. Die Post erledige für die Versicherungsgesellschaft nicht nur den Brief- und Paketversand. Sie wickle auch deren Scanning und Digitalisierung von Geschäftskorrespondenz ab.

Der klassische Liebesbrief habe jedoch auch im Zeitalter der digitalen Evolution noch seinen Platz beim Post-Transport. Und auch jene, die nicht elektronisch vernetzt seien, vergesse die Post nicht.

«Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen», sagte Ruoff. Um Veränderungen zu bewirken, sei ein langer Atem nötig. «Wir stehen erst am Anfang einer langen Reise», sagte die Post-Konzernchefin.

(chb/aho/sda)